Ausschreibung Grete-Unrein-Preis 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Ehrenamt ist ein wichtiger Baustein in unserem gesellschaftlichen Leben. Ehrenamtliche Helfer unterstützen in Organisationen und Vereinen bei der Gestaltung und Realisierung von Kundgebungen und Demonstrationen, bei der Umsetzung von Projekten in Bildung und Kultur sowie der Freizeitgestaltung. Mithilfe von ehrenamtlicher Arbeit ist ein nachhaltiges Gemeinschaftsgefühl erst möglich. Um diese wichtige Arbeit zu würdigen, verleihen die Jungen Liberalen Jena-Weimar bereits seit 2005 den Grete-Unrein-Preis für „besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Jugendarbeit“. Im Jahre 2022 möchten wir diesen Preis erneut verleihen sowie ehrenamtliche Arbeit fördern und anerkennen.

Teilnahmebedingungen:

  • Es handelt sich um ein Engagement von oder für Jugendliche als Einzelperson, Personengruppe oder als Verein
  • Das Jugendprojekt wurde/wird in Thüringen durchgeführt
  • Das Jugendprojekt ist im Ansatz und Durchführung den Grundsätzen des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates verpflichtet
  • Das Jugendprojekt wurde nicht von einer politischen Partei oder den ihr zugeordneten Vorfeldorganisation durchgeführt

Ihre Bewerbung und eine Beschreibung Ihres Projektes senden Sie bitte per Mail an jena-weimar@julis-thueringen.de bis zum 06.11.2022. Die Preisverleihung findet statt am 19. November 2022 in der integrierten Gesamtschule Grete-Unrein in Jena.

64. Landeskongress – Mit weltbester Bildung in die Zukunft

 Liebe JuLis, 

seit unserem letzten Landeskongress ist in der Welt sehr viel passiert. Als Junge Liberale sind wir der politische Jugendverband, der auch in Zeiten von Krisen und Unsicherheit optimistisch in die Zukunft schaut und Initiativen entwickelt, um Problemen entgegenzuwirken. 

Um auch Thüringen auf die Zukunft vorzubereiten, ist der Leitantrag des kommenden Landeskongress einem zentralen Zukunftsversprechen, der Bildungspolitik, gewidmet. Neben weiteren programmatischen Antragsdebatten werden wir mit der Wahl des Landesvorstands auch die personelle Grundlage für das nächste Jahr schaffen. 

Unter dem Motto „Mit weltbester Bildung in die Zukunft“ lade ich Euch im Namen des Landesvorstands herzlich zum 64. Landeskongress der Jungen Liberalen Thüringen e.V. im „Jembo Park“ in Jena ein. Ich freue mich auf den Landeskongress mit Euch und auf viele spannende Diskussionen! 

Weitere Informationen zum 64. Landeskongress findet ihr unter: https://julis-thueringen.de/event/64-landeskongress-mit-weltbester-bildung-in-die-zukunft/

Unser Antragsbuch: https://julis-thueringen.de/wp-content/uploads/2022/06/Antragsbuch_64LakoTh_Final.pdf

Euer Christopher Hubrich

Ausschreibung Grete-Unrein-Preis 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Ehrenamt ist ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft, denn Ehrenamtliche unterstützen in ihrer Freizeit nicht nur in den Bereichen der Bildung, Integration oder Freizeitgestaltung, sondern auch in vielen anderen. Um diese wichtige Arbeit zu würdigen, verleihen die Jungen Liberalen Jena-Weimar bereits seit 2005 den Grete-Unrein Preis für „besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Jugendarbeit“. Im Jahre 2021 möchten wir diesen Preis erneut verleihen sowie ehrenamtliche Arbeit fördern und anerkennen.

Teilnahmebedingungen:

  • Es handelt sich um ein Engagement von oder für Jugendliche als Einzelperson, Personengruppe oder als Verein.
  • Das Jugendprojekt wurde/ wird in Thüringen durchgeführt.
  • Das Jugendprojekt ist im Ansatz und Durchführung den Grundsätzen des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates verpflichtet.
  • Das Jugendprojekt wurde nicht von einer politischen Partei oder den ihr zugeordneten Vorfeldorganisation durchgeführt. Ihre Bewerbung und eine Beschreibung Ihres Projektes senden Sie bitte per Mail an jena-weimar@julis-thueringen.de bis zum 15.11.2021. Die Preisverleihung findet statt am 27. November 2021 in der integrierten Gesamtschule Grete-Unrein.

Ausschreibung Grete-Unrein-Preis 2021

Junge Liberale Thüringen stellen Zukunftsplan vor

 In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes werben nicht nur die Parteien mit ihren Ideen, sondern auch ihre Jugendorganisationen. So fanden sich am 05.09.2021 die Jungen Liberalen Thüringen (JuLis), unabhängige Jugendorganisation der Freien Demokratischen Partei (FDP), zusammen. Auf ihrem Landeskongress in Friedrichroda berieten sie neue Anträge und verabschiedeten einstimmig ihren Leitantrag, der aufzeigt, welche Schwerpunkte die Regierung ihrer Meinung nach in der kommenden Legislatur setzen sollte. 

„Wir kämpfen für die liberale Politik und sind dabei vor allem die Stimme der Jugend in diesem Land“, beteuert der Landesvorsitzende der JuLis Thüringen, Christopher Hubrich. „So tragen wir dafür Sorge, dass Herausforderungen der Zukunft, wie der Klimawandel, nicht durch Verbotspolitik, sondern durch ein ganzheitliches Konzept bestimmt werden. Und dass das am effektivsten funktioniert, wurde schließlich erst kürzlich durch den WDR bestätigt.“ Die JuLis seien ebenso eine treibende und im Zweifelsfall kritische Kraft im Hinblick auf die Umsetzung der Vorhaben aus dem Wahlprogramm. „Besonders wenn es um unsere Zukunft geht!“ 

Neben der Bewältigung des Klimawandels auch auf regionaler Ebene sorgt Bürokratieabbau und Digitalisierung für bessere Bildung und die Förderung von kleineren und mittleren Unternehmen. Die für Bildung oder Förderung zur Verfügung gestellten Geldsummen sollen endlich da ankommen, wo sie hingehören und so für jede Schule Internet sowie technische Geräte zur Verfügung stellen können. Die Thüringer Schulcloud gilt es auf Bundesebene zu erweitern. Auch beschlossen die JuLis in ihrem Leitantrag, den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zu verschlanken, Anti-Extremismus-Programme auszubauen und den 5G-Ausbau voranzutreiben. Für die Arbeitswelt sieht die Jugendorganisation in ihrem Leitantrag zunächst zwei Kernthemen vor: Der Fachkräftemangel soll mit einem modernen Einwanderungsgesetz behoben und die Möglichkeit zum Home-Office vereinfacht werden. 

Der Landesprogrammatiker Malte Grunert fasst den Erfolg des Tages zusammen: „Heute haben wir einen umfassenden Plan für die liberale Zukunft beschlossen. Jetzt gilt es, diesen mit unseren Abgeordneten nach der Wahl auch umzusetzen. Dafür braucht es eine starke FDP im Bundestag.“ 

Immer wieder kommen neue programmatische Ideen bei den JuLis hinzu, die an die FDP herangetragen werden. Umso mehr freue man sich darüber, dass nun viele Neumitglieder seit ihrem Eintritt den ersten Landeskongress vor Ort miterleben konnten, nachdem der vergangene digital abgehalten wurde. „Zu einem nicht unerheblichen Teil sind die zufriedenstellenden Umfragewerte für die FDP der jungliberalen Arbeit zu verdanken“, schließt der JuLis-Vorsitzende ab, „doch nun dürfen wir nicht untätig werden.“ 

Im Zeichen des Wandels: 62. Landeskongress erstmals digital

Das höchste Organ der Jungen Liberalen Thüringen tagte am 19.06.2021 erstmals digital. Aufgrund der pandemischen Lage lud der Landesvorstand fristgerecht vor einigen Wochen zum 62. Landeskongress im Online-Format ein, bei dem die Wahl des neuen Landesvorstandes im Vordergrund stand.


Dem Motto des Landeskongresses „Gemeinsam in die Zukunft“ wurden die JuLis dabei mehr als gerecht. Sie verabschiedeten sich von Philip Riegel, der sein Amt nach fast vier Jahren als Vorsitzen-der niederlegte. „Ich bedanke mich für die schöne Zeit, in der ich meinen JuLis dienen und mit ihnen und durch sie progressive Po-litik gestalten konnte. Ich hoffe, dass wir als JuLis die kritisch-konstruktive Arbeit der letzten Jahre fortsetzen können und auch weiterhin den Mut haben, unbequeme Dinge anzusprechen.“, so Philip Riegel, der zur sozialliberalen und progressiven Strömung gehört. Die Zukunft sieht als neuen Landesvorsitzenden Christopher Hubrich (26, Student der Staatswissenschaften) vor, der den Landes-vorstand bereits viele Jahre als Programmatiker geprägt hatte. „Ich wünsche meinem Nachfolger eine glückliche Hand.“, so Riegel. „Die Jungen Liberalen in Thüringen sehen sich als aktiver Teil der liberalen Familie“, meint der frisch gewählte Landesvorsitzende. „Unsere tägliche Arbeit wird darauf fußen, die junge Generation so stark wie möglich in die FDP einzubinden. Gemeinsam sind wir in der Lage, das Herz Deutschlands wieder mit einer starken Mitte auszugestalten und die politischen Ränder so zu marginalisieren, dass weder die Kollektivisten von links noch von rechts die Agenda des Freistaats Thüringen bestimmen können.“
An Christophers vorherige Stelle rückt Malte Grunert (23, Student
der technischen Physik) und ist damit als stellvertretender Vorsitzender
für Programmatik der Kopf für die Inhalte des Verbandes.
Ebenfalls frisch im Amt ist Martin Antonius Simon (23, Mitarbeiter
der FDP-Landtagsfraktion und Student der Staatswissenschaften)
als stellvertretender Vorsitzender für Organisation. Bestätigung erfuhr
die Position der stellvertretenden Vorsitzenden für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Vanessa Haupt (21, Studentin der Germanistik
und Philosophie), welche wiedergewählt wurde. Landesschatzmeister wurde Friedrich Schroedter aus Weimar.
In ihren Grußworten bedankten sich Robert-Martin Montag
(Generalsekretär der FDP) und Dirk Bergner (Vizepräsident
des Thüringer Landtages) für Riegels Arbeit in den vergangenen
Jahren. Die JuLis schauen positiv auf die kommenden Wochen
und Monate und die Zusammenarbeit mit der FDP. Der neue Landesvorstand die Jungen Liberalen durch die kommenden
Bundes- und Landtagswahlkämpfe führen. Dabei werden sie eine treibende und konstruktiv-kritische Kraft
sein. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Patrice Klohn (25, Referent für Öffentlichkeitsarbeit), Paul Schröder (20, Freiwilligendienstleistender) und Magnus Wiedenbeck (16, Schüler).

62. Landeskongress am 08.05.2021 – Abgesagt!

Aufgrund der aktuelle Lage musste auch der neue Termin für den 62. Landeskongress, welcher am 08.05.2021 in Friedrichroda geplant war, abgesagt werden. Derzeit werden alternative Durchführungsmöglichkeiten geprüft, über die wir euch rechtzeitig informieren.

Unterstützung für die Kandidatur Jan Siegemunds als Thüringer FDP-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl

Der Landesvorstand der Jungen Liberalen Thüringen um den Vorsitzenden Philip Riegel hat auf einer digitalen Sitzung am Sonntagabend einstimmig beschlossen, Jan Siegemund als Spitzenkandidat der Thüringer FDP für die Bundestagswahl zu unterstützen.

„Jan Siegemund steht für die progressive, konstruktive und weltoffene Politik, für welche unsere Jugendorganisation seit vielen Jahrzehnten konsequent eintritt. Er war selbst mehrere Jahre Mitglied im JuLi-Landesvorstand. Somit verbindet er generationenübergreifende Weitsicht mit jungpolitischer Erfahrung.“, so der Landesvorsitzende Riegel.

Siegemund hatte in der vergangenen Woche durch ein Schreiben an die Delegierten der FDP angekündigt, auf Platz 1 der Landesliste der Thüringer FDP für die Bundestagswahl kandidieren zu wollen. In diesem umriss er auch erste Themen für den anstehenden Bundestagswahlkampf. „Vor allem für die Bewältigung aktueller Probleme unserer Generation in den Bereichen Digitalisierung der Bildung, politische Partizipation junger Menschen und bürokratiearme Bedingungen für junge Unternehmensgründerinnen und -gründer kann Jan Siegemund wichtige Impulse setzen.“, so Riegel weiter. Der Landesvorstand der Jungen Liberalen zeigte sich zuversichtlich, dass Siegemund die thematische Breite innerhalb der FDP zusammenbringen und auf ein sehr gutes Bundestagswahlergebnis hinwirken kann. „Wir brauchen die innerparteiliche Vielfalt und Kandidaten, die diese repräsentieren und zusammenbringen. Wir sind keine reine Wirtschaftspartei, wir sind auch eine Partei der Bürgerrechte und des Bildungsbürgertums.“, erklärt Riegel abschließend.

Rückkehr zu Rationalität und liberalen Werten – Teilnahme von Thomas L. Kemmerich an Geraer Spaziergang

In den vergangenen Tagen rückte Thomas L. Kemmerich, der Landesvorsitzende der FDP Thüringen, aufgrund seiner Teilnahme an einer Demonstration in Gera in den Fokus der bundesweiten Medien. Die öffentliche und mediale Rezeption ist richtigerweise deutlich und kritisch.

Wir Jungen Liberalen Thüringen teilen den öffentlichen Konsens, dass die Teilnahme an dieser Demonstration, an der auch Impfgegner, Anhänger von Verschwörungstheorien sowie Personen, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind, teilgenommen haben, ein Fehler war.

Die eigenständige Entscheidung von Thomas L. Kemmerich, an dieser Demonstration teilzunehmen, mag die Ausübung seines Grundrechtes auf Demonstrationsfreiheit sein, jedoch hat er mit seiner Teilnahme an der Demonstration die politischen Ziele der Freien Demokraten Thüringen und auch der Bundespartei ins Gegenteil verkehrt und ist seinem eigentlichen Ziel, der Bürgernähe, nicht gerecht geworden. Deshalb ist die Entscheidung von Thomas L Kemmerich, auf sein Mandat im Bundesvorstand der FDP vorerst zu verzichten, nach Ansicht der Jungen Liberalen Thüringen ein erster richtiger Schritt.

Die Jungen Liberalen Thüringen sehen nun die Notwendigkeit, dass die Freien Demokraten Thüringen zu einer von rationalen Entscheidungen getragenen Politik zurückfinden und in Zukunft von intuitiven Entscheidungen absehen. Nur so ist es möglich, Warnzeichen für Fehlentscheidungen zu erkennen und in Zukunft Fehltritte frühzeitig zu unterbinden. So hätte erkannt werden können, dass Vertretern der extremen Rechten, wie Stephan Brandner, der bereits im Vorfeld der Demonstration am Samstag einen Infostand der AfD angekündigt hatte, eine Bühne geboten wird und Meinungen von Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern hofiert werden.

Ebenfalls hätte erkannt werden müssen, dass in diesem speziellen Kontext, vor allem in Bezug auf die Stadt Gera, die Bezeichnung „Spaziergang“ anstelle von „Demonstration“ bereits des Öfteren im Kontext rechtspopulistischer Kundgebungen verwendet wurde. Spätestens bei der Begrüßung durch den Veranstalter, welcher Thomas L. Kemmerich als den „einzig legitimen Ministerpräsidenten des Freistaat Thüringens“ angekündigte, hätte sich Thomas L. Kemmerich distanzieren und die Veranstaltung verlassen müssen.

Leider verzichtete Thomas Kemmerich auch im direkten Nachgang der Veranstaltung darauf, sich zu erklären und sich der Kritik zu stellen. Stattdessen veröffentlichte der FDP-Landesverband ein Statement, welches, statt deeskalierend zu wirken, die Debatte weiter befeuerte.

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Thüringen, Philip Riegel, kritisiert: „Bei der Teilnahme an einer Demonstration sollte sich nicht nur entsprechend verhalten und die hygienischen Vorschriften eingehalten werden. Man sollte ebenso genau prüfen, wer auf so einer Demonstration mitläuft. Das braucht ein Mindestmaß an politischem Gespür. Mit Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Rechtsextremen zu laufen, unterstützt nicht die Diskussion um Exit-Strategien, sondern verspielt das Vertrauen der Menschen in eine Partei.“

Wir Jungen Liberalen Thüringen sehen, im Angesicht der aktuellen Lage, den Zeitpunkt für gegeben, um einen Neustart der politischen Kultur der Freien Demokraten Thüringen einzuleiten. Hierfür ist es gerade nach den vergangenen Geschehnissen notwendig, transparent und offen über die Zukunft des Landesverbandes zu diskutieren. Wir Jungen Liberalen Thüringen begrüßen daher die auf dem letzten Landesparteitag angestoßenen Maßnahmen zur Erneuerung der Parteistruktur und der Etablierung eines neuen Grundsatzprogramms, sehen aber den dringenden Bedarf einer umfangreichen und konsequenten innerverbandlichen Aufarbeitung der Geschehnisse seit Februar 2020. Dazu gehören auch die Aufarbeitung der innerverbandlichen Kommunikation und Prozesse sowie des internen Krisenmanagements. Diese neue Kultur ist nach Ansicht der Jungen Liberalen Thüringen nur dann erfolgreich, wenn sich die politische Führung der Freien Demokraten Thüringen vor der Parteibasis verantworten muss und politische Problematiken nicht in exklusiven Kreisen ausgesessen werden.

Die Jungen Liberalen Thüringen treten für eine aktive Abgrenzung gegenüber rechten Kräften, die den demokratischen Konsens und den Meinungspluralismus ablehnen, ein. „Wir müssen die liberalen Werte unserer Partei, das heißt besonders klare Kante gegen Extremismus, Faschismus, Rassismus und Homophobie, in diesen Zeiten umso mehr hochhalten. Sie müssen sich ganz klar in unseren Handlungen wiederspiegeln.“, so Philip Riegel.

Ein Exit braucht auch einen Plan!

Das in Runde der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder beschlossene Papier, vom 15.04.2020, symbolisiert, dass langsam diejenige Phase der Corona-Krise beginnt, in welcher wir aus einem Krisenmodus heraus zur Rückkehr in die Normalität übergehen. Die Gefahr durch das Corona-Virus ist noch lange nicht gebannt, doch trotzdem muss, Schritt für Schritt, wieder eine Rückkehr in die Normalität stattfinden. Der Beschluss ist jedoch leider in vielen Punkten nicht darauf zugeschnitten, dahingehende Lösungen zu finden. Während der Krise muss jedem ein Leben ermöglicht werden, das dem Alltag so sehr ähnelt, wie es die aktuelle Lage der Pandemie und die gebotene Vorsicht erlauben.

Eine Gruppe, die aktuell besonders stark unter der Corona-Pandemie leidet, sind Gastronomen und Kneipenbesitzer. Im Papier der Regierung werden diese kaum angesprochen. Für zusätzliche Verunsicherung sorgt das Nichtvorhandensein deutlicher Regeln, die zu einer angemessenen Zeit eine Wiedereröffnung von Lokalen ermöglichen. Das trifft Gastronomen, besonders vor dem Hintergrund zur Neige gehender finanzieller Unterstützung.

Das öffentliche Leben ist mit der Krise mehr oder minder zum Stillstand gekommen. Viele Veranstaltungen, die besonders in den Sommer hinein Unterhaltungsmöglichkeiten geschaffen hätten, finden nicht statt; dies auch häufig aus gutem Grund. Sogenannte Großveranstaltungen sollen weiterhin bis zum 31.08. nicht stattfinden dürfen, jedoch bleibt der Freistaat einer klaren Definition bisher schuldig. Das muss schnellstmöglich verändert werden. Diese Unsicherheit sorgt unter Veranstaltern weiter für einen enormen finanziellen wie auch persönlichen Druck.

Die Wiedereröffnung von Schulen, besonders für die Grundschüler der 4. Klasse, kommt für uns überraschend und definitiv zu früh. Speziell bei jungen Schülerinnen und Schülern ist es schwer vorstellbar, dass die Einhaltung von Abstandsregeln wirklich durchgesetzt werden kann. Der hygienische Zustand vieler Schulen, von uns schon seit Jahren bemängelt, trägt sein Übriges bei. Die fehlende Unterstützung der Hochschulen mit digitalen Möglichkeiten erschwert es ebenso, dass der digitale Vorlesungsstart ansatzweise geregelt stattfinden und die Präsenzvorlesungen wirklich ersetzen kann. Gemeinsam mit der Verlängerung zu den Maßnahmen der Ein- und Rückreise bis zum 04.05. wird es besonders für Studierende, die aktuell nicht im Freistaat sind, erschwert, ihr Semester zu beginnen. Deshalb halten wir es für notwendig,  Studierenden  das Sommersemester 2020 rechtlich als Urlaubssemester anerkennen zu lassen.

Es wird immer schneller notwendig, für die Zeit nach der Krise Programme zu entwickeln, die wirtschaftliches Wachstum wiederbeleben und besonders die Dienstleistungswirtschaft ankurbeln können. Gleichzeitig muss die Bevölkerung aber auch in der Zeit des Überganges angemessen geschützt werden. Ein Exit aus der Krise braucht einen besseren Plan!

61. Landeskongress auf September verschoben

Auf der am Dienstag, den 14.04.2020 stattgefunden Sitzung des erweiterten Landesvorstand wurde einstimmig beschlossen, dass der für den 27. – 28.06.2020 geplante 61. Landeskongress aufgrund der Ungewissheiten rund um die Corona-Krise verschoben wird. Des Weiteren wurde vereinbart ein neuen Termin im September 2020 zu suchen und auf der nächsten Sitzung des erweiterten Landesvorstand festzulegen.